Die IATF 16949:2016 wird ab Mitte September 2018 der maßgebliche Qualitätsmanagement-Standard für die Unternehmen in der Automobilindustrie sein. In vielen Unternehmen ist die Umstellung auf die angepasste Norm bereits vollzogen oder läuft derzeit.

Seit der Veröffentlichung der revidierten Fassung der früheren ISO/TS 16949 gibt es weiterführende Informationen zum Standard. Gemeint sind zum einen die sanktionierten Interpretationen einzelner Abschnitte des Standards sowie ergänzende Forderungen der führenden OEM.

Die sanktionierten Interpretationen (SI) wurden Ende vergangenen Jahres veröffentlicht und seit Oktober 2017 Grundlage für abweichende Auslegungen ausgewählter Regelungen.

Folgende neun Sanktionierte Interpretationen wurden veröffentlicht:

  1. 1 Automobilspezifische Begriffe: Präzisierung des Begriffes Kunde bei Fahrzeugherstellern deren Tochterunternehmen und Joint-Ventures
  2. 4.1.2 Produktsicherheit: Präzisierung der „gesonderten Freigabe“ von sicherheitsrelevanten Anforderungen oder Dokumenten mit sicherheitsrelevanten Inhalten
  3. 1.2.3 Notfallpläne: Ergänzung des Themas IT-Sicherheit und Vorbereitung auf Cyber-Angriffe
  4. 2.3 Kompetenz von internen Auditoren: Präzisierung der Kompetenzanforderungen
  5. 5.1.1 Dokumentation des Qualitätsmanagement-Systems: Klarstellung zu möglichen Inhalten des QM-Handbuchs
  6. 3.3.3 Besondere Merkmale: Klarstellung zur Dokumentation besonderer Merkmale
  7. 4.2.1 Art und Umfang der Steuerung – Ergänzung: Klarstellung der Verantwortung der Organisation für „durchgeleitete Merkmale“
  8. 4.2.3 Entwicklung des QM-Systems von Lieferanten: Klarstellung mit Blick auf den risikobasierten Ansatz
  9. 7.1.1 Sonderfreigaben des Kunden: Streichung eines Widerspruchs

Im Detail können die SI auf der Internetseite der IATF eingesehen werden.

OEM-spezifische Anforderungen

Darüber hinaus veröffentlicht die IATF laufend sogenannte Customer Specific Requirements – nachzulesen hier.